COMMUNITY WORKSHOP 1 | Die Kunst der Hilfestellungen im Yoga

"Mach mal was falsch!"

 

Unser erster Workshop stand ganz unter dem Motto „hands on“. 25 Yogalehrerinnen aus Hamburg kamen vergangenen Samstag im Studio 78 zusammen, um von Birgit Darmisch aus dem Düsseldorfer yogaloft in schülerfreundlichen "adjusts" (korrigieren) und "assists" (vertiefen) geschult zu werden.

 

Birgit kommt ursprünglich aus dem Fitnessbereich und unterrichtet Yoga seit mehr als 15 Jahren. Sie legte im Workshop viel Wert auf praktische Übungen, begleitet von einem Grundrauschen wertvoller Ratschläge. Studio 78-Besitzerin Tanja stellte dankenswerterweise reichlich Matten, Kissen und Klötze zur Verfügung. 

 


Alle machen alles viel zu richtig

 

Zum Aufwärmen gab es eine Portion Sonnengrüße für alle. Und bereits hier begann Birgit damit, den Teilnehmerinnen am lebenden Beispiel zu zeigen, wie man bestimmt und mit nötiger Distanz korrigiert. Gar nicht so einfach, wenn die Schülerinnen eigentlich Lehrerinnen sind. Und so fiel der Satz "Mach mal was falsch!" recht häufig an dem Tag.

 

Die Zweiergrüppchen wechselten bunt durcheinander, so dass die Teilnehmerinnen an vielen unterschiedlichen Körpern üben konnten: Surya Namaskar (Sonnengruß), Virabhadrasana (Krieger II), Trikonasana (Dreieck) und Baddha Trikonasana (gebundenes Dreieck), Ushtrasana (Kamel) oder auch Ardha Matsyendrasana (Drehsitz). 

 


Die Niveaus der Yoga-Lehrerinnen unterschieden sich durchaus - von unter einem Jahr bis zu mehr als acht Jahren Unterrichtserfahrung - was das gegenseitige adjusten sehr fruchtbar machte. Jede brachte sich so mit ihrem individuellen Wissen ein. 

 

Humor bei vollem Einsatz

 

Birgits Anekdoten und Tipps aus ihrer langjährigen Praxis lockerten den Unterricht auf: "Nicht mit spitzen Fingern anfassen, sondern mit der flachen Hand. Der Schüler muss merken: ich bin voll da." - "Aufgepasst bei Männern mit weiten Hosen. " - "Streicheln ist zwar nett gemeint, aber unnötig." - "Wir haben die Tendenz seeehr soft zu sprechen. Wir müssen aber bestimmt klingen!"



Nach mehr als 180 Workshop-Minuten nutzten die Teilnehmerinnen bei Tee und Studentenfutter die Chance, um intensiv zu netzwerken. Und auch eine Freiwillige für ein weiteres CY-Projekt fand sich spontan: Sie meldete sich für den Yogaunterricht im Rahmen des Familienförderungsprojekts Adebar in Hamburg Altona.

 

Das einzige, was wir an diesem Samstag-Nachmittag vermisst haben, waren männliche Workshop-Teilnehmer. Aber die kommen bestimmt beim nächsten Mal.


Herzlichen Dank an dich, liebe Birgit.*

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